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Servicebereich ForschungJahreskonzepte 2017

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Jahreskonzepte 2017

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Im Jahr 2017 förderte die TU Berlin sechs Jahreskonzepte, die zur Profilierung der gesamten Universität und zur Schärfung der im Zukunftskonzept definierten Key Application Areas beitragen und sich durch große Originalität und einen hohen Innovationsgrad auszeichnen. Die Jahreskonzepte wurden im Rahmen eines Strategischen Calls aus 41 Bewerbungen ausgewählt.

Mobilität in China

Szenen aus Shanghai
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Das Center for Cultural Studies on Science and Technology in China (kurz: China Center) setzt im Jahr 2017 einen Schwerpunkt auf die Herausforderungen der Mobilität in China. Die Projektbeteiligten organisieren dazu Aktivitäten in Forschung und Lehre:

In den 10 Lehrveranstaltungen des Sommersemesters 17 ist ein thematischer Schwerpunkt geplant, der sich mit verschiedenen Facetten der Mobilität in Chinas Geschichte, Gegenwart und Zukunft auseinandersetzt – beispielsweise zu Chinas „One Belt, one Road“-Strategie und der neuen Seidenstraße.

Ein Forschungsworkshop im November 2017 wird internationale Akteure aus Geistes- und Sozialwissenschaften mit Ingenieur- und Planungswissenschaftlern zusammenbringen und Perspektiven in China und Europa miteinander vergleichen.

Einer breiteren Öffentlichkeit soll das Thema u.a. auf der Langen Nacht der Wissenschaften näher gebracht werden.

Die Maßnahmen des Jahreskonzeptes bauen auf dem Profil des China Centers auf. Sie tragen sowohl zu einer besseren Positionierung im internationalen Forschungsumfeld als auch einer breiteren Sichtbarkeit innerhalb der TUB bei. Die Ergebnisse schaffen weitere Grundlagen für geplante deutsch-chinesische Forschungsaktivitäten zum Thema Mobilitätswandel in China.

 

 

Tiefwasserhafen Yangshan südlich von Shanghai im Ostchinesischen Meer
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Labor und Atelier: Orte der Kreativität in Forschung und Kunst

Im Jahreskonzept „Labor und Atelier“ werden Orte der Forschung und der Kunst durch visuelle Feldforschung dokumentiert, fotografiert und raumtheoretisch analysiert. Die künstlerische Fotografie fokussiert dabei auf Verknüpfungen, Schnittstellen und Parallelen zwischen den Raumkonstitutionen von Labor und Atelier.

Mit Labor und Atelier: Orte der Kreativität in Forschung und Kunst werden Labore als Orte der Forschung und als Orte der Kreation mit Ateliers als den Entstehungsorten der zeitgenössischen Kunst in Berlin kontextualisiert. Labore der Technischen Universität Berlin, aber auch der außeruniversitären Forschungseinrichtungen beispielsweise in Adlershof werden ebenso wie Künstlerateliers der Universität der Künste und Ateliers Berliner Künstler im Verlauf des Projektes künstlerisch dokumentiert. In einer Ausstellung mit einer Auswahl an großformatigen Fotografien werden die Räume einer breiteren Öffentlichkeit, sowohl in der TU Berlin als auch außerhalb, gleichsam als Orte sinnlich zugänglich. Eine Publikation (Print und Online) von Bildern und Textbeiträgen von Wissenschaftler/innen und Künstler/innen präsentiert die Ergebnisse einer erweiterten Fachöffentlichkeit und repräsentiert die TU Berlin im neuen Kontext von Kunst, Forschung und Kreativität.

Projektbeteiligte: Prof. Dr. Stefanie Bürkle (Institut für Architektur)

Atelier, Berlin
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Weltraumsensorik, DLR, Adlershof
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Center for Innovation and Science on Building Greening (CIBG) – Gebäudebegrünung als Beitrag zu Energieeffizienz und Bioenergieproduktion in Städten

Die Urbanisierung erfordert nachhaltige Stadtbegrünungskonzepte für Wachstums-, Verdichtungs- und Schrumpfungsbedingungen gleichermaßen. Neben dem Erhalt bestehenden Grüns muss das Ziel die Neuschaffung multifunktionalen, vernetzten Grüns sein, um dessen ökologische, soziale, ökonomische, und gesundheitliche Funktionen für die Bevölkerung nutzbar zu machen. Im Rahmen eines Forschungsnetzwerks soll das Thema Gebäudebegrünung grundlagenorientiert und anwendungsbezogen bearbeitet werden. Neben der Identifikation von Kompetenzen innerhalb und außerhalb der TU Berlin und der Bildung eines Konsortiums für die gemeinsame Beantragung von Drittmitteln für Forschung und Entwicklung und der Organisation einer internationalen Autumn School on Greening Buildings an der TU Berlin sollen zwei Vorstudien durchgeführt werden:

1. Entwicklung und Design einer Ernte- und Pflegetechnologie, Ziel: erstes Konzeptmodell / funktioneller Prototyp, Designvorschläge (durch die FG Konstruktion von Maschinensystemen sowie das FG Baukonstruktion und Entwurf)

2. Wasserbedarf von Fassadengrün (Auswertung bereits existierender Daten), Wasserangebot in Berlin und prioritär zu begrünende Räume (durch die FG Geoinformation in der Landschaftsplanung und Ökohydrologie und Landschaftsbewertung)

Darüber hinaus soll ein Konzept für das "Berlin Urban Lianeum", als öffentlichkeitswirksames, zentral gelegenes und gemeinsam genutztes Versuchs- und Demonstrationsfeld zur Begrünung von Fassaden entwickelt werden.  Das Center wurde am 24.04.2017 eröffnet und hat die Arbeit aufgenommen.

Projektbeteiligte: Prof. Dr. Eva Paton , Prof. Dr. Matthias Ballestrem, Prof. Dr. Birgit Kleinschmit, Prof. Dr. Henning Meyer und Dr. Thomas Nehls

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lab:present – Energie Materie Technik – Angehende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler präsentieren interdisziplinäre Forschung

Der Laser-Spion, ein Versuch des Projektlabores Physik der TUB, findet Anwendung in einer Kunstperformance an der UdK.
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lab:present möchte angehenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern bereits im Studium die Möglichkeit geben, die Ergebnisse ihrer Arbeit einem breiten inner- und außeruniversitären Publikum zu präsentieren sowie interdisziplinäre Netzwerke zu knüpfen. Die Arbeiten diverser Lehrveranstaltungen, insbesondere die Ergebnisse der verschiedenen Praktika der TU Berlin (TUB) haben über die unmittelbare didaktische Relevanz hinausgehend oft innovative und ästhetische Qualitäten. Gerade in Projektlaboren können die Ergebnisse sogar ein öffentliches Publikum begeistern. lab:present wird genau dies möglich machen und bietet den Studierenden eine Lehrveranstaltung, die die Transdisziplinarität, wissenschaftliche Ergebnisse an die Öffentlichkeit zu kommunizieren, zum Inhalt hat.

Um diese hervorzuheben ist lab:present mit einem Schwerpunkt auf Projekten der Materialwissenschaften, Physik und Chemie tätig. Das Potential für eine weiterführende interdisziplinäre Forschung der TUB auf der einen Seite und ihrer kreativen öffentlichen Darstellung auf der anderen Seite wird so herausgearbeitet. Im Rahmen wissenschaftlicher Begleitforschung soll eine fachübergreifende Plattform installiert werden, auf der angehende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammenkommen, um neue, individuelle Präsentationsformen für vielfältige Veranstaltungsformen zu entwickeln und durchzuführen. Das lab:present-Team konnte sich hierzu durch Vorläuferprojekte bereits ein breites Netzwerk inner- und außeruniversitärer Partner aufbauen.

Das innovative Format zur Darstellung beteiligter Projekte eröffnet Raum für das Weiterdenken ihres gesellschaftlichen Potentials und ihrer Qualitäten interdisziplinärer Forschung. lab:present bietet diesen Raum und damit der TUB eine Plattform, ihr Forschungsprofil zu erweitern und in der Öffentlichkeit als Innovations-Hub insbesondere einer interdisziplinären, lebendigen Lehre aufzutreten. lab:present wird sowohl intern tätig sein als auch außeruniversitäre Formate bedienen, die einen Austausch mit Nicht-Experten ermöglichen; dazu zählen Events wie die Lange Nacht der Wissenschaften, State Festival, Science Hack Day, Citizen Science Workshops, Kunst- und Musikfestivals, Maker Faires, Physik für Flüchtlinge (DPG) oder fast forward science des Stifterverbandes.

Projektbeteiligte: Prof. Dr. Thomas Friedrich, Dipl.-Phys. Fabian Kruse, Dr. Robert Richter (Institut für Chemie) mit Unterstützung der Hybrid Plattform

Ein Mitarbeiter von lab:present tritt im Rahmen 'Physik für Flüchtlinge' der DPG auf.
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Werkstoffe für Additive Fertigungsverfahren

Im Rahmen des Jahreskonzepts wird die Key Application Area „Materials, Design and Manufacturing“ verstärkt und eine Schwerpunktbildung in der Forschung und in der Lehre auf dem Gebiet „Additive Fertigungsverfahren“ unterstützt. Dies wird in erster Linie durch folgende Maßnahmen realisiert:

1. Erhöhung der Sichtbarkeit: Organisation und Durchführung von Fokusveranstaltungen, unter anderem Young Ceramists Additive Manufacturing-Forum und Workshop „Faserverstärkte Verbundwerkstoffe für die Additive Fertigung“

2. Machbarkeitsstudie über das 3D-Druckverfahren zur Erstellung von komplexen Strukturen und Prototypen auf dem Mars aus den dort vorhandeneren Ressourcen

3. Einrichtung einer Junior-Professur zum Thema „Additive Fertigungsverfahren mit Fokus Materialentwicklung“

4. Einrichtung einer Vertiefung „Werkstoffe für Additive Manufacturing“ im Master-Studiengang „Werkstoffwissenschaften“ und darüber hinaus eines internationalen Masterstudienganges „Additive Manufacturing“ an der TU Berlin.

Projektbeteiligte: Prof. Dr. Aleksander Gurlo mit dem Institut für Werkstoffwissenschaften und -technologien der Fakultät III und der Fachschaft der Werkstoffwissenschaften

Young Ceramists Additive Manufacturing-Forum (yCAM) im März 2017 an der TU Berlin (http://www.ycam.dkg.de)
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Forschungsbeispiele aus dem Gebiet "Werkstoffe für Additive Fertigungsverfahren"
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Lab for Digital Sustainability Engineering/Labor für die digitale Entstehung nachhaltiger Produkte

Nutzung digitaler Methoden zur Entwicklung nachhaltiger Mobilitätsprodukte
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Forschung zum Thema nachhaltiger Mobilität zielt auf die Entwicklung von Technologien und Methoden ab, welche dazu beitragen können, Verkehrssysteme ressourcenschonend, ökonomisch rentabel und sozial verträglich zu gestalten. Im Rahmen des Sonderforschungsbereiches 1026 wurde dieses Thema im Rahmen der Entwicklung neuartiger Mobilitätslösungen bereits intensiv adressiert. Um die in fünf Jahren Grundlagenforschung erreichten Ergebnisse langfristig zu sichern, weiterzuentwickeln und an ein breites Publikum heranzutragen, soll ein „Lab for Digital Sustainability Engineering (LDSE)“ aufgebaut werden. Diese Laborumgebung stellt einzelne Inhalte von ausgewählten, am SFB 1026 beteiligten Projekten in ihrem Kontext dar und bietet so die Grundlage für weitere Erforschung und Vermittlung des Themas Nachhaltigkeit mit einem speziellen Fokus auf Mobilität.

Um einen thematischen Schwerpunkt zu setzen, soll hierbei die Produktentstehung, „von der ersten Idee bis zum virtuellen Prototypen“, im Mittelpunkt stehen. Bisher erreichte Ergebnisse in diesem Kontext sind, unter anderem, neuartige Methoden zur Entscheidungsunterstützung für Entwicklungsingenieurinnen und -ingenieure (z.B. zur Auswahl von Materialien für Fahrräder) sowie Instrumente zur Bewertung von Nachhaltigkeit. Schnittstellen zu innovativen Fertigungs- und Montagetechnologien und Lösungen zur Optimierung des Managements von Unternehmensprozessen sollen ebenfalls aufgezeigt werden. Weiterhin soll ein zusätzlicher Demonstrator geschaffen werden, der die weitestgehend digitalen Ergebnisse um eine erlebbare physische Komponente ergänzt.

Auf Basis der entwickelten Laborumgebung soll ein Konzept für ein Qualifizierungs- bzw. Zertifizierungsangebot für Industriekunden und für die universitäre Lehre entwickelt werden, wodurch das abstrakte Thema Nachhaltigkeit in der Produktentwicklung am Beispiel Mobilität praktisch anwendbar werden soll. Als durchgängiges Beispiel wird hierbei der im SFB 1026 entwickelte „Smart Urban Wheeler (SUW)“ aufgegriffen. Der SUW ist ein dreirädriges Elektrofahrrad mit dem Ziel, Kleinwagen im urbanen Stadtverkehr weitestgehend zu ersetzen.

Projektbeteiligte: Prof. Dr.-Ing. Rainer Stark, Tom Buchert, M.Sc. (Institut für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb IWF)

Smart Urban Wheeler
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