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Servicebereich ForschungChancengleichheit

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Chancengleichheit

Die TU Berlin hat am 25. August 2008 das Zertifikat "audit familiengerechte hochschule" erworben und fördert durch verschiedene Maßnahmen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bzw. Familie und Studium. Der im April 2009 eingerichtete Servicebereich Familienbüro übernimmt in diesem Bereich Koordinationsaufgaben.

Im Servicebereich Forschung werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Beratung und Beantragung von Drittmitteln über die Möglichkeiten zu Teilzeitregelungen, Verlängerung um Mutterschutz- und Elternzeiten etc., soweit diese bei den einzelnen Drittmittelgeber vorhanden sind, informiert.

Chancengleichheitsmaßnahmen der TUB und der Fördermittelgeber

TU Berlin

Lupe

Die Technische Universität Berlin hat sich zum Ziel gesetzt, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bzw. Studium zu erleichtern.

Familienfreundliche Angebote an der TU Berlin sind u.a.:

  • Einrichtung eines Servicebereichs Familienbüro zur Beratung, Information und Vernetzung zum Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf bzw.  Studium
  • "audit familiengerechte hochschule"
  • Arbeitsorganisation (Teilzeit, Telearbeit, Sonderurlaub)
  • familienfreundliche Gremien- und Sitzungszeiten
  • Kinderbetreuung (Kita, Schule, Ferienbetreuung, Notfallbetreuung, TU-Veranstaltungen, Flexible Kinderbetreuung)
  • Eltern-Kind-Zimmer
  • Mobile Spielekoffer
  • TU-Tandem: Mentoringprogramm für Studierende mit Kind
  • Pflege von Angehörigen
  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird bei Verhandlung mit Drittmittelgebern berücksichtigt

Auf der Internetseite des Servicebereichs Familienbüro finden Sie weitere Informationen, Informationsmaterialien und Unterstützungsangebote.

Diese familienfreundlichen Angebote werden sukzessive ausgebaut und um weitere Maßnahmen erweitert.

Die Angebote zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die Services des Familienbüros stehen Drittmittelbeschäftigten in gleichem Maße wie allen anderen Beschäftigten zur Verfügung.

Wir möchten an dieser Stelle insbesondere männliche (Drittmittel-)Beschäftigte dazu ermuntern, die Angebote zur Vereinbarung von Familie und Beruf im Sinne einer partnerschaftlichen Karriereplanung in Anspruch zu nehmen.

Über Fördermaßnahmen für Nachwuchswissenschaftler/innen informiert Sie das Nachwuchsbüro.

Über spezielle Frauenfördermaßnahmen an der TU Berlin wie ProMotion, "Wissenschaftlerinnen an die Spitze" und ProFil informiert die Zentrale Frauenbeauftragte.


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Darüber hinaus:


Das Präsidium der TU Berlin hat im April 2009 eine Selbstverpflichtung zur Umsetzung der DFG-Gleichstellungsstandards beschlossen.

Aus diesem Grund soll der Anteil der Erstsemester binnen der nächsten fünf Jahre in allen Fakultäten mindestens 20% Frauen bzw. Männer betragen.
In einer nächsten Periode soll der gleiche Anteil auf allen darüber liegenden Qualifikationsstufen erreicht werden.
In Fakultäten, in denen bereits mindestens 20% Frauen ein Studium aufnehmen, werden Maßnahmen ergriffen, um den Anteil von mindestens 20% auf allen darüber liegenden Qualifizierungsstufen zu erreichen.

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DFG

Lupe

"Die Deutsche Forschungsgemeinschaft setzt sich entschieden für Chancengleichheit und Gleichstellung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern im deutschen Wissenschaftssystem ein. Die „Gleichstellung von Männer und Frauen in der Wissenschaft“ ist daher seit 2002 in § 1 der Satzung der DFG verankert."
...

Strukturelle Maßnahmen sind z.B.:

  • Abschaffung aller absoluten Altersgrenzen in den Förderverfahren der DFG
  • Bereitstellung von pauschalen Mitteln für Chancengleichheitsmaßnahmen in koordinierten Verfahren
  • Prüfung von Gleichstellungskonzepten der antragstellenden wissenschaftlichen Einrichtungen bei der Begutachtung in koordinierten Förderverfahren

Individuelle Maßnahmen sind z.B.:

  • Anrechnung von Mutterschutz- und Elternzeit auf Antragsfristen, die auf einen bestimmten Punkt im Verlauf einer wissenschaftlichen Karriere Bezug nehmen (beispielsweise Promotion)
  • Berücksichtigung individueller Lebensumstände (beispielsweise verminderte Publikationsleistung wegen Mutterschutz und Elternzeit) bei der Beurteilung der bisherigen wissenschaftlichen Leistung
  • Projektunterstützungsmöglichkeiten bei familienbedingten Ausfällen in Projekten, insbesondere wegen Inanspruchnahme von Mutterschutz und Elternzeit

(Weiterführende Informationen: Grundlagen und Rahmenbedingungen der DFG-Förderung -Förderung der Chancengleichheit in der Wissenschaft)


Weitere ausführliche Informationen finden Sie hier:

Informationen zu den Chancengleichheitsmaßnahmen in den einzelnen Förderverfahren der DFG.

Auch die Gutachterinnen und Gutachter werden bei der Begutachtung und Bewertung der DFG-Förderanträge gebeten, die Chancengleichheitsbemühungen der DFG aktiv zu unterstützen.

Merkblatt: Hinweise für die schriftliche Begutachtung

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BMBF

"Das BMBF bezieht Gleichstellungsaspekte bei allen politischen Entscheidungen, Maßnahmen und Aktivitäten als durchgängiges Prinzip ein. Dies wird bei der Entwicklung von Programmen und Maßnahmen, bei der Vergabe von Fördermitteln, bei Umsetzung und Evaluation gleichermaßen berücksichtigt.
So hat das BMBF in den vergangenen Jahren Gleichstellungsprojekte im Hochschulbereich direkt unterstützt, z.B. im Rahmen des ProfessorInnenprogramms(1), oder durch Unterstützung des Kompetenzzentrums "Frauen in Wissenschaft und Forschung (CEWS)", das seine Leistungen als Informations- Service und Koordinationszentrum zur Verfügung stellt."
(Informationen zu beiden Initiativen finden Sie hier)

Im Rahmen der BMBF-Projektförderung können keine zusätzlichen Mitteln für z.B. Ausfall von Projektmitarbeiterinnen oder -leiterinnen aufgrund von Mutterschutz oder Elternzeit oder für Kinderbetreuungsaufwand bereitgestellt werden.
Ausgaben der Projektmittel für eine "Ersatzkraft" sind förderfähig, denn entscheidend ist für das BMBF, dass das Projekt im Rahmen der dafür vorgesehenen Zeit zum Erfolg zu geführt werden kann.
"Im Einzelfall sind Projektverlängerungen zwar möglich (insbesondere wenn personenbezogenes Fachwissen unabdingbar für den Projekterfolg ist), stellen aber die Ausnahme dar und sind dann kostenneutral zu gestalten."

Der Projektträger des BMBF, das Forschungszentrum Jülich, weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass, unabhängig von der Finanzierung des BMBF-Projekts Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter ggf. gegenüber ihrem Arbeitgeber Ansprüche auf Gewährung von Leistungen gemäß § 2 Abs. 5 WissZeitVG geltend machen können, "das allerdings nicht im Rahmen der Projektförderung des BMBF".

(Quelle: schriftliche Auskunft des BMBF-Projektträgers Forschungszentrum Jülich, PtJ, vom 15.10.2009)

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(1) "Universitäten, Fachhochschulen und künstlerische Hochschulen sollen auf der Grundlage einer positiven Begutachtung ihres Gleichstellungskonzeptes die Möglichkeit erhalten, bis zu drei Berufungen von Frauen auf unbefristete W2- und W3-Professuren für fünf Jahre mit einem Betrag von bis zu 150.000 Euro pro Jahr finanziert zu bekommen." (http://www.bmbf.de/de/494.php)

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EU

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"In Horizont 2020 gibt es erstmals für ein EU-Forschungsrahmenprogramm einen eigenen Artikel zu Gender und Chancengleichheit (Art.15 – "Gender equality"). Dieser legt fest, dass Chancengleichheit und die Genderdimension in der Forschung durchgängig in allen Projektstadien berücksichtigt werden sollen. Zudem ist der Bereich eines von mehreren Querschnittsthemen in Horizont 2020. Auch beim Monitoring des Rahmenprogramms und in der Begutachtung von Anträgen wird auf den Anteil von Frauen und Männern geachtet bzw. soll dieser benannt werden.

Die Beteiligungsregeln verankern in den Artikeln 12 und 16 die Genderdimension auf der Antragsebene und Chancengleichheit in der Musterzuwendungsvereinbarung (Model Grant Agreement). Zudem ist in Artikel 37 das Geschlecht als eines der Kriterien für die Ausgewogenheit von Begutachtungspanels aufgeführt. Angestrebt wird ein 40-prozentiger Anteil von Gutachterinnen und sogar 50 % Frauen in beratenden Gremien.

Neu ist zudem, dass in Horizont 2020 die Ausgewogenheit der Geschlechter im Forschungsteam während der Begutachtung bei ansonsten gleicher Punktwertung ein "ranking factor" ist. Ebenfalls wird der Anteil von Frauen und Männern bei den Berichten laufender Projekte abgefragt. Außerdem ist in Horizont 2020 neu, dass Gender Trainings jetzt als direkte Kosten eingeplant und abgerechnet werden können.

Die Berücksichtigung von Geschlecht, aber auch der Genderforschung ist explizit gefordert in zahlreichen Ausschreibungstexten. Die Antragstellenden sollen darlegen, wie/ob Frauen und Männer beziehungsweise die Kategorien männlich und weiblich getrennt beachtet werden und wie/ob die Forschungsergebnisse unterschiedliche Konsequenzen für Männer und Frauen haben. Ein mögliches Beispiel sind hier unterschiedliche Krankheitssymptome bei Frauen und Männern, die in der medizinischen Forschung berücksichtigt werden müssen.
[...]

Die Nationalen Kontaktstelle (NKS) bzw. die koordinierende Stelle für das NKS-System (in Deutschland das EU-Büro des BMBF unterstützen Antragstellende durch Information über Neuerungen, Training und Bekanntmachung von Ressourcen wie die den "Gender Toolkits" und "Gendered Innovations".

Anlaufstelle für Gender und Chancengleichheit in Horizont 2020 ist die Kontaktstelle Frauen in die EU-Forschung / FiF."

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Weitere Fördermittelgeber

VolkswagenStiftung

"Die VolkswagenStiftung setzt sich mit Nachdruck für Chancengerechtigkeit im Wissenschaftssystem ein."
Sie bietet verschiedene Instrumente zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

  • Anpassung von Projektlaufzeiten bei Mutterschutz/Elternzeit, Teilzeitmöglichkeit, Übernahme von Vertretungskosten
  • Zuschuss für Kinderbetreuung
  • Übernahme von Reisekosten für Kinder und Partner bei Auslandaufenthalten, Heimflüge

Ausführliche Informationen zu den Förderinstrumenten und deren Beantragung finden Sie hier.

(Quelle: VolkswagenStiftung)

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Alexander von Humboldt Stiftung

"Die Alexander von Humboldt-Stiftung setzt sich mit Nachdruck für die Chancengleichheit von Männern und Frauen in der Forschung ein."
...

"Um das Potenzial an hervorragenden Talenten in Wissenschaft und Forschung besser ausschöpfen zu können, begrüßt die Humboldt-Stiftung daher ausdrücklich Bewerbungen und Nominierungen von hoch qualifizierten Wissenschaftlerinnen. Ebenso möchten wir Wissenschaftlerinnen in Deutschland ermutigen, als Gastgeberinnen ihre Forschungsteams durch Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus dem Ausland zu internationalisieren."
...

"Familienfreundliche Ausgestaltung der Programme

Die Stiftung selbst arbeitet weiter kontinuierlich daran, ihre Förderprogramme für Wissenschaftlerinnen attraktiv auszugestalten und Mobilitätshürden für Forscherinnen und junge Familien abzubauen. So möchten wir dazu beitragen, dass Frauen und Personen in der Familienphase sich in gleicher Weise an den Förderprogrammen der Stiftung beteiligen können."
...

"Eine ausführliche Darstellung der Möglichkeiten, die unsere Programme für junge Familien bereits jetzt beinhalten, finden sie hier."

(Quelle: Alexander von Humboldt Stiftung)

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