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TU Berlin

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Übersicht Förderprogramme

Die EU Kommission unterstützt mit einer Vielzahl an Programmen Aktivitäten in den Bereichen Forschung und Innovation. Zeitlich befristete Rahmenprogramme, die sich an den strategischen Zielen der Europäischen Union orientieren, definieren die thematische Ausrichtung, die Förderinstrumente und Beteiligungsregeln.

Neben Horizont 2020 (H2020), dem aktuellen Rahmenprogramm für Forschung und Innovation,  existieren in dessen Umfeld weitere Förderprogramme mit ähnlichen Regelungen, z. T. aber auch deutlich abweichenden Richtlinien.

Public-to-Public Partnerships

ERA Net - European Research Area

Mit dem Instrument der ERA Nets koordinieren nationale Mittelgeber – mit Unterstützung der EU Kommission – ihre Interessen und Zielvorstellungen, um gemeinsame Aktivitäten zu realisieren. Grundlage ist die Erarbeitung gemeinsamer Strategien, Arbeitsprogramme, Ausschreibungen und Bewertungsprozesse, in deren Folge transnationale Forschungsaktivitäten durchgeführt werden. Die Beteiligungsregeln werden von der EU Kommission und den jeweiligen nationalen Mittelgebern gestaltet, sie entsprechen größtenteils denen von Horizont 2020, können tlw. aber abweichen. Vor der Einreichung sollte immer der nationale Mittelgeber bzgl. der Passfähigkeit kontaktiert werden. Für Universitäten ist eine Förderung von bis zu 100 % möglich. Die ERA Nets veröffentlichen ihre Ausschreibungen auf ihren jeweiligen Plattformen. Eine gute Übersicht über alle ERA Nets (zurzeit ca. 70) bietet das von der EU finanzierte Projekt ERA Learn auf seiner Website.

Joint Programming Initiatives (JPI)

Im Rahmen der Joint Programming Initiatives werden – ähnlich den ERA Nets - nationale Forschungsbedarfe in thematischen Schwerpunktbereichen gebündelt. Die Mitgliedstaaten (MS) verständigen sich auf eine jeweils gemeinsame „Strategic Research Agenda“ (SRA), die wichtige gesellschaftliche Herausforderungen – abgestimmt auf das Rahmenprogramm Horizon 2020 –adressieren muss. Die Beteiligungsregeln werden von der EU Kommission und den jeweiligen nationalen Mittelgebern gestaltet. Die Ausschreibungen werden auf den Websites der JPI veröffentlicht, die Antragstellung erfolgt in den jeweils eigenen Einreichungssystemen.

Einen Überblick über die aktuelle laufenden JPI erhalten Sie auf der Internetseite und in der Datenbank (Type-Filter: JPI).

 

 

Public-to-Private Partnerships (PPP)

Partnerschaften auf vertraglicher Basis - Contractual PPP

Die EU Kommission hat mit der Industrie diverse Partnerschaften in Forschung und Innovation etabliert. Diesen liegt eine Strategie, sog. Roadmaps, zu Forschungs- und Innovationsaktivitäten zugrunde, die von der EU Kommission und unabhängigen Expertinnen und Experten evaluiert werden. Für den Zeitraum 2014 – 2020 sind acht vertragliche Partnerschaften (contractual PPPs) aktiv, die in das Rahmenprogramm Horizont 2020 integriert sind:

Ausschreibungen erfolgen im Horizont-2020 Arbeitsprogramm, es gelten die Beteiligungsregeln von Horizont 2020.

Partnerschaften auf institutioneller Basis - Institutional PPP

Eine andere Form gemeinsamer Initiativen sind public-private partnerships auf institutioneller Basis, d. h. es wird ein gemeinsames Gebilde geschaffentypo3/#_ftn1. Diese auch als Gemeinsame Unternehmungen, (Joint Undertaking, JU/Joint Technology Initiative, JTI) bezeichneten institutionellen Partnerschaften veröffentlichen ihre Ausschreibungen ebenfalls im Horizont 2020-Arbeitsprogramme und folgen dessen Regularien. Achtung: in einigen JU werden Mitgliedsgebühren (i. H. von 4 %) erhoben.

Eine Übersicht über die aktuellen Joint Undertaking  (JU):

  • IMI 2 - Innovative Arzneimittel (Innovative Medicines, IMI 2): Bereitstellung neuer und wirksamerer Diagnoseverfahren und Behandlungen, um Gesundheit und Wohlergehen der europäischen Bevölkerung zu verbessern.
  • FCH 2 - Brennstoffzellen und Wasserstoff (Fuel Cells and Hydrogen – FCH 2): Entwicklung wirtschaftlich tragfähiger und umweltfreundlicher Lösungen, bei denen Wasserstoff als Energieträger und Brennstoffzellen als Energiewandler eingesetzt werden.
  • Clean Sky 2 - Luftfahrt- und Luftverkehr: drastische Reduzierung der Umweltbelastung bei Flugzeugen der nächsten Generation.
  • BBI - Biobasierte Industriezweige (Biobased Industries - ehemals BRIDGE): Entwicklung neuer, wettbewerbsfähiger biobasierter Wertschöpfungsketten, die die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern und sich nachhaltig auf die ländliche Entwicklung auswirken.
  • ECSEL - Elektronikkomponenten und -systeme (Electronic components and systems): Erhaltung der Spitzenposition Europas bei Elektronikkomponenten und -systemen und schnellere Vermarktung.
  • SESAR - Single European Sky ATM Research: Verbesserung der Kontrolle des Luftverkehrs.
  • S2R - Shift2Rail: Umfassender Ansatz zur optimalen Nutzung des Eisenbahnverkehrs.

Interreg

Interreg ist Teil der Europäischen Struktur- und Investitionspolitik und wird über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, EFRE (englisch ERDF), gefördert.  Interreg unterstützt durch grenzüberschreitende Kooperationen zwischen Regionen und Städten deren Entwicklung in verschiedenen Politikbereichen wie z. B. Umweltschutz, Verkehr & Transport oder Arbeitsmarkt. Interreg bringt EntscheidungsträgerInnen aus Kommunen, Verbänden, Unternehmen und Hochschulen zielgerichtet zusammen, um Strategie und Lösungen zu entwickeln. Das derzeit laufende fünfte Programm (2014 – 2020) gliedert sich in die Kooperationsbereiche A -grenzübergreifend, B - transnational und C – interregional.

Berlin ist in den zwei Bereichen Interreg B und Interreg C antragsberechtigt. In allen Interreg Programmen ist eine Eigenbeteiligung der Partner vorgesehen, d. h. die EFRE-Förderung liegt zwischen 75 % und 85 % – je nach Programmraum und Land.

Teilbereich Interreg B - Zusammenarbeit zwischen nationalen, regionalen und kommunalen Partnern in transnationalen Kooperationsräumen

Ziel von Interreg B ist es, einen substantiellen Beitrag zur territorialen Integration, also zum Zusammenwachsen der Regionen, zu leisten. Die Programme konzentrieren sich auf Themen, die "Wachstum unterstützen und Wirtschaft, Umwelt und Soziales miteinander verknüpfen". Adressiert werden dabei die besonderen Herausforderungen der einzelnen Programmräume.

Interreg B untergliedert sich in sechs regional begrenzte Programmräume, Berlin ist Teil der Räume  und antragsberechtigt in Central Europe und Baltic Sea Region. Jeder Programmraum veröffentlicht seine eigenen Ausschreibungen auf eigenen Plattformen. Die Projekte sollten sich mit Problemstellungen beschäftigen, die insbesondere in den jeweiligen regionalen Bereichen relevant sind. Informationen zur strategischen Ausrichtung, zu den Förderschwerpunkten ("priority axes") und den spezifischen Zielen erhalten Sie auf den Internetseiten von Central Europe und Baltic Sea Region.

Die thematischen Felder ("priorities") der Programmräume Central Europe und Baltic Sea Region weisen große Parallelen auf – auch zum Interreg C Programm Europe auf.

Ausschreibungen im Jahr 2017:

Central Europe: voraussichtlich ab 21. September geöffnet

Baltic Sea Region: im Herbst 2017

Teilbereich Interreg C - Kooperationsnetze und Erfahrungsaustausch, um die Wirksamkeit bestehender Instrumente für Regionalentwicklung und Kohäsion zu verbessern

Herzstück von Interreg C ist das Programm Europe (nicht zu verwechseln mit dem Interreg B Subprogramm Central Europe). Interreg Europe ist ein klassisches Policy Programm, d. h. es soll regionale und lokale Verwaltungen in Europa bei der Entwicklung und Umsetzung verbesserter Politiken in Schlüsselthemen ("key challenges") unterstützen ("The Interreg Europe programme […] was […] designed to support policy-learning among the relevant policy organisations with a view to improving the performance of regional development policies and programmes"). Dies bedeutet, dass regionale und lokale Behörden die Hauptakteure sind und ihre Einbindung obligatorisch ist, Universitäten können sich als Projektpartner beteiligen.

Interreg  Europe  fördert Projekte der Themenbereiche:

  • Research and innovation
  • SME competitiveness
  • Low-carbon economy
  • Environment and resource efficiency

Die Ausschreibung für 2017 ist aktuell geöffnet. Diese und weitere Informationen zur strategischen Ausrichtung, zu den Förderschwerpunkten und den spezifischen Zielen erhalten Sie auf der Internetseiten von Interreg Europe.

ESF und EFRE

Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und der Europäische Sozialfonds (ESF) sind Teile des Europäischen Struktur- und Investitionsfonds (ESIF), der sich an der EU-Wachstumsstrategie Europa 2020 orientiert. Der ESIF läuft von 2014 bis 2020 und hat die fünf Schwerpunktbereiche a) Forschung und Innovation b) digitale Technologien c) Unterstützung der kohlenstoffarmen Wirtschaft  d) Nachhaltige Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen und e) Kleine Unternehmen.

EFRE

Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung Instrument setzt Maßnahmen um, die den wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt Europas durch Ausgleich der wichtigsten regionalen Ungleichgewichte stärken sollen. In der Förderperiode 2014 – 2020 stehen dem Land Berlin dafür 635 Mio. EUR für Investitionen in Forschung und Entwicklung, strukturrelevante Gründungen, Maßnahmen zur CO2-Reduzierung und der integrierten Stadtentwicklung zur Verfügung.

In den entsprechenden Förderschwerpunkten (FS)  1-Innovation, 2-Produktivität der Wirtschaft, 3-Reduzierung von CO2-Emissionen und 4-Nachhhaltige Stadtentwicklung sind zahlreiche Programme aufgestellt worden - insbesondere der FS 1-Innovationen ist für Hochschulen von Interesse.

Derzeit ist keine Ausschreibung mit Antragstellung/Beteiligungsmöglichkeit für Hochschulen geöffnet.  

ESF

Der Europäische Sozialfonds ist ein arbeitsmarktpolitisches Förderinstrument und das wichtigste Finanzierungsinstrument zur Umsetzung der Europäischen Beschäftigungsstrategie. Der ESF will die durch Ausbildung und Qualifizierung Beschäftigungschancen verbessern und zum Abbau von Benachteiligungen auf dem Arbeitsmarkt beitragen. Schwerpunkte der Fördertätigkeit sind: 1-soziale Eingliederung benachteiligter Gruppen, 2-bessere Qualifizierung für einen Arbeitsplatz, 3-Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit und 4-Optimierung der allgemeinen und beruflichen Bildung.

Derzeit ist keine Ausschreibung mit Antragstellung/Beteiligungsmöglichkeit für Hochschulen geöffnet.

ESA

Die Europäische Raumfahrtagentur (European Space Agency, ESA) bietet interessierten WissenschaftlerInnen Möglichkeiten für Forschungsaktivitäten. Die Ausschreibungen (calls for tender) finden Sie auf der Website ESA emits.

Für die Antragstellung bzw. die Abgabe eines Angebotes ist ein institutionsgebundener ESA-Login notwendig, bitte kontaktieren Sie hierfür die MitarbeiterInnen des EU Büros.

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